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Die Erzbahntrasse ist ein echtes Sahnestück für Läufer, Walker und Radfahrer. Sie folgt der alten Bahntrasse vom Bochumer-Verein zum Hafen Grimberg am Rhein-Herne-Kanal. Es gibt keine nennenswerten Steigungen - obwohl insgesamt 40 Meter Höhenunterschied zu überwinden sind - und bis auf eine ebenerdige Kreuzung mit einem Feldweg in Bochum-Hordel gibt es keine weiteren Straßenkreuzungen. Die Trasse verläuft größtenteils auf einen ca. 15 Meter hohen Damm, 18 teils spektakuläre Brückenbauwerke überspannen Straßen, Bahnlinien und den Kanal. Sie haben eine tolle Aussicht auf Fördertürme, Halden, Wohngebiete, Felder und Industerienatur (natürliche Pflanzengenmeinschaften der nachindustriellen Phase). Ihr einziger Nachteil: Sie müssen den selben Weg zurück nehmen. Die Strecke ist auch bei Radfahrern sehr beliebt, gerade am Wochenende sind viele Familien unterwegs. Aber so richtig voll wird es sehr selten - vielleicht an den ersten sonnigen Wochenenden im Frühjahr. Werktags haben Sie die Strecke fast für sich allein. Und mit den Radfahrern habe ich als Jogger bislang keine Probleme gehabt.
Im Herbst bin ich auch schon bei Dunkelheit gelaufen, das Streulicht reicht vollkommen aus um den Weg zu erkennen. Dann begegnen Ihnen wirklich nur eine handvoll hartgesottener Läufer.
Die Bäume an der Strecke bieten wenig Schatten, das sollten Sie berücksichtigen wenn Sie im Sommer um die Mittagszeit laufen wollen.
Die Erzbahntrasse beginnt in Bochum am nordwestlichen Ende des Westparks und endet in Gelsenkirchen am Hafen Grimberg mit Anschluß an den Emscher-Radweg. Dazwischen liegen gut 10 Km Strecke durch typische Landschaften des Ruhrgebietes. Der Untergrund besteht aus gewalztem Feinkies, Regenwasser versickert schnell im Boden so dass sich auch nach längeren Regengüssen keine Pfützen bilden. Bei Kilometer 6 zweigt die Kray-Wanner-Trasse ab, die direkt zum Weltkulturerbe 'Zollverein' führt. Hinweisschilder sind vorhanden.
Der Zugang zur Erzbahntrasse erfolgt am besten über den Westpark. An der Alleestraße stadtauswärts hinter dem Jahrhunderthaus (nicht Jahrhunderthalle) - großes, modernes, freistehendes Gebäude an der Kreuzung mit der Bessemerstraße - befindet sich ein Parkplatz auf der rechten Straßenseite. Denken Sie daran eine Parkscheibe in Ihrem Fahrzeug auszulegen, das Hinweisschild an der Einfahrt wird leicht übersehen. Oder haben Sie Höhenangst? Dann ist die erste Brücke der Trasse, die Erzbahnschwinge, nichts für Sie. In diesem Fall starten Sie besser hinter der Erzbahnschwinge von der Gahlenschen Straße/Porschestr. aus.


Die Erzbahnschwinge - von Unten

und aus anderen Perspektiven
wie gesagt, wenn Sie nicht schwindelfrei sind starten Sie besser hinter der Brücke

Kurz nach dem Start ist ein Industriebebiet zu durchqueren - aber wann kommen Sie schon einem Förderturm so nahe:
Zeche Carolinenglück - obwohl seit Jahrzehnten keine Kohle mehr gefördert wird (es gibt in Bochum keine aktiven Zechen mehr), wird der Schacht noch befahren für Wartungsarbeiten unter Tage

aber weite Teile der Strecke verlaufen durch Waldgebiete

typisch Ruhrgebiet: Bergehalde mit Kleingärten davor. Diese Halde ist eine der wenigen, die noch nicht begrünt ist.

Die Pfeilerbrücke - die längste Brücke der Strecke

Talbrücke Günningfeld - und was man von Oben bemerkt wenn man mal so gerade einen Stadtteil passiert
Blick auf Günningfeld. Ber "Burg"-Turm zwischen den beiden Kirchen
ist übrigens ein Malakow-Turm, eine alte Form von Zechentürmen,
benannt wegen ihres wuchtigen Aussehens nach der Festung Malakow
auf der Krim. Malakow-Türme wurden um 1900 von Fördertürmen
aus Stahl abgelöst. Von den 13 noch erhaltenen Malakow-Türmen
im Ruhrgebiet stehen allein 4 in Bochum. Dieser hier gehört
zum Industriemuseum "Zeche Hannover".

bei Kilometer 6 zweigt die Kray-Wanner-Trasse ab.
Am Wochenende, besonders bei schönem Wetter, kann es hier
etwas rummelig werden, mit Biertheke und Würstchenstand.
Was soll's, 100 Meter weiter ist es wieder ruhig.

Da lacht das Herz des Joggers

Die Drahtseilbrücke über den Rhein-Herne-Kanal am Ende der
Trasse ist das Gegenstück zur Erzbahnschwinge am Westpark
in Bochum.

Erzhafen Grimberg. Als die Erzbahntrasse noch eine Bahnlinie war, wurde hier das Eisenerz für der Bochumer-Verein umgeladen.
Der Förderturm in der Bildmitte gehört zur Zeche Pluto in Wanne-Eickel - auch längst geschlossen.
Die Erzbahntrasse hat am Kanal Anschluss an den Emscher/Kanal-Radweg - eine weitere gut ausgebaute Laufstrecke

Oder Sie überqueren die Straße und folgen den Waldweg nördlicher Richtung bis zur Emscher, dort gibt es eine Brücke. Auf der anderen Flußseite liegt die Resser Mark und der Emschbruch. Hier können Sie laufen bis sie nicht mehr können.

Der Blick zurück